ORGANISATION

 

ERSTE SCHRITTE

 

REGELMÄSSIG REPARIEREN

WEBINAR: WIE STARTE ICH EIN REPARATUR-CAFÉ?

 

ANSPRECHPERSONEN

 

 

 

ERSTE SCHRITTE

 

Die Idee verbreiten - Mitwirkende finden

Gemeinsam geht es leichter: Um sich die Aufgaben zu teilen und so für die/den Einzelnen den Arbeitsaufwand überschaubar zu halten, hilft es Gleichgesinnte zu suchen. Darum: Erzählt möglichst vielen von der Idee – FreundInnen, KollegInnen oder Bekannte lassen sich vielleicht begeistern und bekommen Lust, mitzumachen. Viele Menschen in deinem oder eurem Umfeld dürfen von dem Vorhaben erfahren, sie können Feedback geben, Kritik oder eigene Gedanken äußern – womöglich ergeben sich so weitere Aspekte oder Möglichkeiten, das Projekt zu gestalten.

Für den Start und die fortlaufende Organisation von Reparatur-Veranstaltungen hat sich eine Kernteamgröße von rund vier Personen bewährt, die für verschiedene Aufgabenbereiche zuständig sind. (Diese Bereiche können sein: Akquise von Mitwirkenden für Reparaturen oder Organisation, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Netzwerke und Kooperationen betreuen, Fundraising, Veranstaltungsorganisation, … )  Zur Durchführung einer Veranstaltung sind dann neben den Reparierenden zusätzlich einige helfende Hände für den Empfang, Betreuung und Bewirtung der Gäste nötig.

 

Einen Namen finden

Bevor man mit dem Reparatur-Projekt an die Öffentlichkeit geht, Kooperationen knüpft oder Netzwerke schafft, empfiehlt es sich, dem Vorhaben einen Namen zu geben. Es gibt beispielsweise Reparier-Bars, Reparatur-Treffs, Café Kaputt oder Café Ganzmacher, Reparier Cafés oder die Elektroniksprechstunde. Zahlreiche Reparatur-Initiativen nennen sich Repair Cafés. Überlegt euch, an wen sich das geplante Angebot richten soll und was ihr schwerpunktmäßig anbietet – empfiehlt sich ein englischer Begriff oder besser ein deutscher? (Gerade die ältere Generation tut sich manchmal mit dem englischen "repair" schwer und fühlt sich davon nicht angesprochen.) Ist der Name kurz und einprägsam, hat er einen Wiedererkennungswert? Lässt er sich leicht aussprechen und schreiben? Umfasst er euer Projekt in seiner Gesamtheit?

Wenn ihr euch entschieden habt und das Projekt getauft ist, könnt ihr euch ein Logo dafür suchen oder erstellen (lassen).

 

Informationsabend veranstalten

Nach der Taufe kann es losgehen – es gilt, die Idee zu verbreiten und das Projekt ins Gespräch zu bringen. Viele Initiativen veranstalten zunächst einen Informationsabend, um das Projekt vorzustellen und zu sehen, wo sich vielleicht Kooperationen ergeben können. Informiert mit einer Pressemitteilung die lokalen Medien. Einladen könnt ihr auch Angestellte der Kommune oder der Stadt(teil)verwaltung, örtlicher Begegnungszentren, Initiativen oder Vereine. Haltet Ausschau in unterschiedliche Richtungen – wo überschneiden sich die eigenen Interessen oder Ansätze des Reparatur-Projekts mit denen bestehender Institutionen? Welche Berührpunkte gibt es? In Frage kommen zum Beispiel generationenübergreifende Projekte, Nachbarschaftsinitiativen, Vereine, die sich im Sektor Nachhaltigeit, Umweltschutz, Abfallverwertung, Selbermachen oder auch Bildung bewegen, kirchliche Institutionen, ... In der Rubrik Kommunikation findet sich weitere Inspiration für Kooperationen.

Bei dieser ersten Informationsveranstaltung könnt ihr eure eigene Motivation zu reparieren darlegen, aber auch politische oder gesellschaftliche Themen, wie beispielsweise den geplanten Verschleiß, ansprechen. So könnt ihr euch als aktive Mitgestaltende einer nachhaltigen Kultur des Selbermachens präsentieren – und damit eventuell aufkommende Besorgnis von ortsansässigen Reparatur-Dienstleistenden zerstreuen, die in eurem Projekt eine Konkurrenz sehen. (Vielleicht gelingt es auch, diese Reparatur-Profis zur Kooperation mit an Bord zu holen – sie könnten als ExpertInnen Reparaturen begleiten, Ersatzteilbestellungen tätigen oder Werkzeuge ausleihen. Im Gegenzug können Gäste mit Gegenständen, die bei der Initiative nicht repariert werden können, an die professionellen Dienstleistenden verwiesen werden.)
Hilfreich ist es, am Eingang eine Adressenliste auszulegen, wo Interessierte ihre Kontaktmöglichkeiten eintragen können. So betriebenes Netzwerken kann helfen, Kooperationen zu knüpfen und zukünftige Unterstützung zu erhalten – sei es beim Finden von Ehrenamtlichen, von Räumlichkeiten oder in Versicherungsfragen.

 

Der geeignete Raum

Einige Aspekte gilt es zu bedenken, bevor ihr euch auf die Suche nach einem geeigneten Raum für eure Reparatur-Treffen begebt: Der Raum sollte 40 bis 60 qm groß sein. So bietet er ausreichend Platz für mehrere Reparatur-Stationen, Helfende und die Gäste (im Schnitt besuchten 20 bis 50 Menschen die ersten Reparatur-Veranstaltungen). Der Ort sollte einladend, gut zu finden und mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar sein. Besonders vorteilhaft ist es, wenn sich Reparatur- und Kaffeebereich im gleichen Raum befinden oder sogar gar keine Unterscheidung der beiden Bereiche besteht - indem bspw. an einer großen Tafel repariert und auch Kaffee getrunken wird. Achtet auch darauf, dass genügend Parkplätze vorhanden sind oder kommuniziert gleich auf den Flyern oder in der Pressemitteilung, dass die Gäste bestenfalls mit den öffentlichen Verkehrsmitteln anfahren.
Überlegt, welche Infrastruktur ihr benötigt, um eure Reparatur-Veranstaltung durchzuführen: Sind Tische vorhanden, auf denen repariert werden kann? Gibt es Stühle für die Reparierenden und Gäste? Sind die Räumlichkeiten leicht zugänglich, bestenfalls barrierefrei? Denn häufig kommen auch ältere Menschen, die vielleicht nicht so gut zu Fuß sind, zu Reparatur-Treffs. Gibt es genügend Licht – durch große Fenster oder elektrische Beleuchtung? Sind sanitäre Anlagen vorhanden? Gibt es eine Küche und gegebenenfalls Geschirr oder Kaffeemaschinen für den Kaffeebetrieb – oder muss alles selbst organisiert und mitgebracht werden?
Ist W-Lan vorhanden oder lässt sich ein mobiles Internet einrichten und empfangen? Das kann für eine Recherchestation zum Suchen von Anleitungs-Tutorials hilfreich sein.

 

Finanzierung

Eine Umfrage unter laufenden Reparatur-Initiativen ergab, dass pro Veranstaltung Kosten von 15 bis 200 Euro anfallen können – je nach den gegebenen Rahmenbedingungen.
Hier entstehen mögliche Kosten:
Raummiete, Heizung, Strom: Die Miete ist oft der größte Kostenfaktor. Es empfiehlt sich, im Rahmen einer Kooperation einen Raum zu organisieren, den man kostenfrei nutzen kann.
Werbematerial: Flyer, Plakate – 10 bis 15 Euro. Auch hier findet sich vielleicht eine Kooperation, so dass eine Flyerrückseite eines Partners kostenfrei genutzt werden kann oder ein Kooperationspartner die Kosten trägt.
Getränke, Verpflegung für Cafébetrieb: 20 bis 50 Euro – Bestimmt findet ihr genügend nette Menschen, die umsonst einen Kuchen backen und beisteuern. Manchmal sind auch die Gäste bereit, Kuchen als Dankeschön mitzubringen – dies müsste natürlich vorab kommuniziert werden und ist nicht so leicht kalkulierbar. Um den Einkauf von Getränken kommt man kaum herum – kauft sie am besten auf Provision, so dass ihr nicht verbrauchte Getränke zurückgeben könnt. Eine gute und günstige Lösung ist oft auch Leitungswasser.
Materialien: Reparaturen verbrauchen Material. Zunächst empfiehlt es sich, eigene Bestände und Reste zu verwenden und zu beobachten, was und wie viel bei einer Reparatur-Veranstaltung verbraucht wird. Vielleicht findet ihr einen ansässigen Bau- oder sonstigen Fachmarkt, der kleinere Mengen an anfallenden Materialien zur Verfügung stellt – oder ihr kauft alles Notwendige von den eingenommenen Spenden ein.
Werkzeug: Im besten Fall bringen die Reparierenden ihre eigenen Materialien mit. Vielleicht findet sich auch hier ein Baumarkt, der Werkzeugkoffer verleiht oder spendet – hier gilt es allerdings zu berücksichtigen: Wo können die Utensilien zwischen den Veranstaltungen gelagert werden? Fallen dafür weitere Kosten an?
Dankeschön: Ein Dankeschön an die mithelfenden Ehrenamtlichen ist eine nette Geste. Vielleicht sind noch ein paar Euro aus der Spendenkasse dafür übrig – für ein gemeinsames Essengehen oder kleine Dankeschöngutscheine.

Die meisten Posten können über die eingehenden Spenden (durchschnittlich 50-100 Euro pro Veranstaltung) gedeckt werden. Platziert die Spendendose gut sichtbar und scheut euch nicht, eure Gäste darauf hinzuweisen. Denn sie honorieren euer Engagement gerne mit ein paar Euro. Mit einem Hinweisschild könnt ihr den Gästen helfen, eine Spende in angemessener Höhe zu finden.

Um ein Reparatur-Projekt zu finanzieren oder besondere Projekte zu realisieren, können Gelder auf verschiedene Arten eingeworben werden. Eine sehr unbürokratische Möglichkeit ist das Crowdfunding über Onlineplattformen wie www.startnext.de oder www.visionbakery.de (Ein umfassendes Verzeichnis solcher Plattformen ist auf www.crowdfunding.de zu finden.) Allerdings ist eine intensive Öffentlichkeitsarbeit nötig, um höhere Summen einzutreiben.
Vielleicht gibt es in eurer Stadt oder Region eine Stiftung, die sich nachhaltigen Themen oder sozialem Engagement widmet – auch dort können Fördermittel beantragt werden.
Ansonsten gilt: Augen auf unterwegs, in den Medien und im Internet. Sucht nach Wettbewerben für Projektideen oder Bürgerinitiativen, Ausschreibungen für bürgerschaftliches Engagement, etc. Oft gibt es unentdeckte Ausschreibungen, für die sich kaum jemand bewirbt – die Chancen für eure Reparatur-Projekte stehen also gut!

 

Zeitplan aufstellen

Bis das erste Mal Nadel und Faden, Schraubschlüssel oder Klebeband zur Hand genommen werden, ist noch einiges zu tun: Die meisten Reparatur-Initiativen benötigten je nach Vernetzungsgrad nach dem Infoabend eine Vorlaufzeit von zwei bis vier Monaten bis zur ersten Veranstaltung. Für die Folgetermine hat sich ein vierwöchiger Rhythmus bewährt – doch natürlich ist vieles möglich: Es gibt Reparatur-Initiativen, die mehrmals die Woche zum Reparieren einladen, andere setzen ihre Veranstaltung vierteljährlich an. Manche größeren Events oder Reparatur-Tage finden halbjährlich oder einmalig statt. Die meisten Reparatur-Veranstaltungen steigen am Wochenende. Samstag- oder Sonntagnachmittag ist am häufigsten im Reparatur-Kalender verzeichnet. Manche Initiativen reparieren auch abends an einem Werktag. Für welchen Wochentag ihr euch auch entscheidet – plant mindestens drei Stunden zum Reparieren ein, sowie davor und danach je eine halbe bis ganze Stunde zum Auf- und Abbau. Viele Initiativen kommunizieren zudem einen Annahmestop für kaputte Gegenstände 30 Minuten vor Veranstaltungsende – so bleibt noch genügend Zeit, um die Dinge unter die Lupe zu nehmen und zu reparieren.

Acht bis sechs Wochen vor dem geplanten Veranstaltungstag heißt es: Weitere Ehrenamtliche suchen! 10 bis 20 Mitwirkende sind als ReparateurInnen, für die Mithilfe bei der Verpflegung und beim Empfang nötig. Dazu empfiehlt sich ein Aufruf beim Infoabend und, falls nötig, später nochmals in der Lokalpresse, aber natürlich auch das Herumfragen im eigenen Bekanntenkreis oder das Aufhängen von Infozetteln mit Kontaktmöglichkeit zum Orga-Team. Kümmert euch in diesem Zuge am besten auch um die Werkzeugfragen – bringen die Reparierenden eigene Instrumente mit? Gibt es eine bestehende Initiative, die Werkzeug zur Verfügung stellt? Gibt es einen Sponsor oder eine Werkstattauflösung, die der Reparatur-Initiative ihre Werkzeuge vollständig überlässt? Im letzten Fall ist zu klären, wo die Werkzeuge zwischen den Veranstaltungen aufbewahrt werden können.
Jetzt ist auch ein guter Zeitpunkt, sich mit dem Thema Sicherheit und Haftungsfragen auseinander zu setzen – am besten im Gespräch mit einem möglichen Kooperationspartner.

 

 

REGELMÄSSIG REPARIEREN

 

Veranstaltung vorbereiten

Kontakte sind geknüpft, ein Termin ist festgelegt und Aufgaben sind verteilt – dann kann es nun ans konkrete Organisieren der Veranstaltung gehen. Plant hierfür am besten einen Zeitraum von etwa vier Wochen ein. Wichtigste Aufgabe in dieser Phase ist die Kommunikation – für Abstimmungen und Planungen innerhalb des Teams, aber natürlich auch nach außen, mit Kooperationspartnern und zukünftigen Gästen. Weiterführende Informationen und Praxismaterialien dazu gibt es in der Rubrik Kommunikation.

Überlegt, welche Reparaturen ihr anbieten möchtet und wofür ihr einen oder mehrere Ehrenamtliche auftreiben könnt. Besonders nachgefragt sind Elektronik-Reparaturen – bitte hier die Vorschriften zur Qualifizierung der ReparateurInnen beachten! Weitere Stationen können für Textilien (Kleidung und Wohntextilien) oder Möbel und andere Holzgegenstände hergerichtet werden. Ein Demontagetisch kann sinnvoll sein, an dem die Gäste gemeinsam mit den Reparierenden zunächst die defekten Gegenstände zerlegen oder öffnen und nach dem Fehler suchen.
Jede Station ist sinnvollerweise mit einem Basissatz an Werkzeugen und Materialien ausgestattet. Vielleicht findet ihr einen Sponsor für manche Materialien – zum Beispiel einen Baumarkt oder ein anderes Fachgeschäft. Haltet die Augen auf nach Werkstattauflösungen oder Ähnlichem, um an Werkzeuge zu kommen. Wenn die ReparateurInnen eigenes Werkzeug mitbringen, sind bunte Klebebänder hilfreich, um alle Dinge zu markieren, damit nichts abhanden kommt.

Sprecht mit allen Beteiligten am besten schon im Vorfeld über zukünftig angedachte Termine, damit ihr sie bei der Veranstaltung und bei der Öffentlichkeitsarbeit kommunizieren könnt. Je nach Verfügbarkeit der Ehrenamtlichen kann es auch Sinn machen, Reparatur-Veranstaltungen zu bestimmten, wechselnden Themen anzubieten – einmal zum Beispiel mit Schwerpunkt Holz, das nächste Mal Elektronik usw. (Dies ist immer auch abhängig von der Raumgröße.)

Plant grob die weitere Infrastruktur, die nicht mit Reparaturen zusammenhängt. Dazu gehört eine Empfangsstation, wo die Gäste begrüßt werden und das Konzept erklärt wird. Von hier aus kann auch die Zuteilung zu den Reparatur-Stationen erfolgen. Auch Informationsmaterialien können hier bereitliegen sowie die Veranstaltungsregeln und die Laufzettel. Stellt hier auch unbedingt eine gut markierte und sichtbare Spendendose auf und vergesst nicht, die Gäste beim Abschied auf sie hinzuweisen.
Eine weitere Station dient der Verpflegung. Überlegt, welche Maschinen, Geschirr und Speisen notwendig sind. Um keine Probleme mit Kennzeichnungsvorschriften und Gastronomieauflagen zu bekommen, gebt die Speisen und Getränke am besten kostenfrei gegen eine Spende ab – auch hier die Spendendose nicht vergessen! Wer steuert einen Kuchen oder andere Speisen bei? Wer kümmert sich um Einkauf und Zubereitung, wer um die Bewirtung?
Ebenfalls hilfreich kann eine Recherchestation sein – mit Computer und Internetanschluss, um online nach Anleitungen oder Ersatzteilen zu suchen.

Der Termin rückt näher – noch zwei Wochen bis zur Veranstaltung: Jetzt beginnt die heiße Phase der Öffentlichkeitsarbeit. Verschickt die Pressemitteilung auf allen Kanälen (Medien, Interessenten, Social Media, Bekannte,…) und achtet darauf, dass ihr auch Bildmaterial in druckfähiger Auflösung mitschickt. Hängt Plakate auf und legt Flyer im Umkreis um den Veranstaltungsort aus. Gute Orte sind dort, wo viele Menschen vorbeikommen – Nachbarschaftstreffs, Bibliotheken, Einkaufsmärkte etc. Fragt vorab kurz nach, ob ihr etwas auslegen oder aufhängen dürft. Habt ihr Kooperationspartner, bringt auch diesen einen Teil der Werbematerialien vorbei und bittet sie, diese über ihr Netzwerk zu verbreiten. Aktualisiert gegebenenfalls eure Website und Social Media Kanäle und weist auf die bevorstehende Veranstaltung hin.
 

Auswertung, Evaluation und Kontinuität

Nachdem alle Werkzeuge wieder verpackt wurden – erst einmal tief durchatmen! Nehmt euch Zeit, die Veranstaltung zu reflektieren. Schickt zeitnah an die Ehrenamtlichen eine Dankes-E-Mail für ihr Engagement – vielleicht liegen schon Fotos vor, die ihr gleich mit verschicken könnt. Bittet auch alle Mitwirkenden um Feedback – welche Abläufe können optimiert werden, welche Materialien waren überflüssig, was ist zusätzlich nötig? Auch an die Kooperationspartner kann ein kleiner Nachbericht samt Fotos geschickt werden. Die eigene Website sowie Social Media Kanäle können ebenfalls mit Eindrücken von der Veranstaltung befüllt werden. Nehmt neue Adressen in euren Verteiler auf und schickt auch an diese einen Hinweis auf den Online-Nachbericht.

Wertet gemeinsam die Laufzettel der Gäste und Rückmeldungen der Mitwirkenden aus und zieht Schlüsse für die kommenden Veranstaltungen: Ist eine Anmeldung vorab oder eine Nummernvergabe notwendig? War der Besucheransturm direkt am Beginn der Veranstaltung zu groß – wie kann das entzerrt werden? Wurden Gegenstände gebracht, die nicht reparabel waren, da zu zeitaufwändig oder kompliziert? Wie möchtet ihr mit diesen Punkten umgehen? Haltet in einem Protokoll alles fest, was ihr bei den kommenden Veranstaltungen berücksichtigen wollt.

Überlegt, was ihr mit den eingenommenen Spenden machen möchtet – Bezahlung der Auslagen, Rücklagen für zukünftige Veranstaltungen und Anschaffungen? Ein Dankeschön für die Helfenden? Wie hoch waren die Spenden? Können die entstandenen Kosten gedeckt werden?

 

 

Weiter geht's voll Tatendrang: Legt die zukünftigen Termine fest und in welchem Rhythmus ihr reparieren möchtet. Bewährt haben sich vier- bis achtwöchige Intervalle, manche Reparatur-Initiativen reparieren auch zwei Mal im Monat, wöchentlich oder einmal im halben Jahr. Der Rhythmus ist abhängig von der Anzahl der Mithelfenden und den örtlichen Gegebenheiten. Berücksichtigt auch die Wünsche und Vorstellungen der anderen Mitwirkenden – beim Reparieren mithelfen soll Spaß machen und keine Pflichtveranstaltung werden. Vielleicht ist es bei häufigen Terminen auch sinnvoll, das Team der Reparierenden zu vergrößern oder Reparatur-Veranstaltungen mit Themenschwerpunkten anzubieten – je nachdem, welche ReparateurInnen wann zur Verfügung stehen können.

 

Zukunft

Ihr wollt noch mehr? Dann werft einen Blick in die Community der Reparatur-Initiativen, was dort über das Reparieren hinaus noch los ist. Viele andere nachhaltige Projekte oder Initiativen lassen sich gut mit einer Reparatur-Veranstaltung verknüpfen – vielleicht habt ihr Lust auf Kooperationen mit bestehenden Projekten oder ergänzt eure Veranstaltung selbst um weitere Angebote rund ums Selbermachen, Tauschen und Mitwirken.

Manche Initiativen verbinden Kleidertauschpartys mit dem Reparieren, das Repair Café Nackenheim betreibt einen Büchertauschschrank vor Ort für den Austausch von Lesestoff. In Freiburg, wo die lokale Transition Town Initiative ein Reparatur-Café initiiert hat, entstand RepairCarl, ein mobiler Werkstattanhänger – damit Reparieren auch ortsungebunden passieren kann. Wieder andere Reparatur-Initiativen arbeiten mit dem ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club) zusammen und helfen gemeinsam bei Radl-Reparaturen. Auch in Gemeinschafts- und Stadtgärten wird repariert und aktuell sind Projekte mit Flüchtlingen in der Entstehung. Unter anderem in Wülfrath und München gibt es Schulprojekte und das Repair Café Niederolm repariert sogar im Kindergarten.
Weitere Ideen für mögliche Kooperationen sind in der Rubrik Kommunikation gesammelt.

 

 

WEBINAR: WIE STARTE ICH EIN REPARATUR-CAFÉ?
 

Die Präsentation des Webinars gibt es zum Download hier.

 

 

ANSPRECHPERSONEN

Die folgenden Reparatur-Aktiven haben sich bereiterklärt, Initiativen in Gründung zu beraten. Sie können mit ihrer Praxiserfahrung konkrete Fragen zur Durchführung von Reparatur-Veranstaltungen beantworten. Bei regionaler Nähe sind auch persönliche Treffen möglich.

 

PLZ 0

Café Kaputt
Lisa Kuhley, T: 0157/81870122, cafekaputt@lebenlernenleipzig.de, www.cafekaputt.lebenlernenleipzig.de

 

 

PLZ 2

Repair Café Papenburg
Marlen Schmitz, T: 04961/9219324, marlen.schmitz@verein-forum-bethlehem.de
Guntram Dubke, T: 04961/9219325, guntram@dubke.de
Repair Café Papenburg

RepairCafé Schortens
Ina Rosemeyer, T: 04461/891652,  i.rosemeyer@ruz-schortens.de, www.reparatur-initiativen.de/repaircafe-schortens

 

 

PLZ 3

Reparier Café Kassel-West
Wolfgang Ehle, T: 0172/5217912, info@repariercafe-kassel.de, www.repariercafe-kassel.de

 

 

PLZ 4

Repair Café Hünxe
Johannes Pütter, johannes.puetter@arcor.de, T: 02064/33837, www.repaircafe-huenxe.de

Repair Café der FASW in Wülfrath
Mathias Wunderlich, mathias.wunderlich@fasw.de, T: 0177/4449242 www.fasw.de

 

 

PLZ 5

Ausbesserungswert Leverkusen e.V.
Elena Daniel, elena_daniel@gmx.net, T: 0179/4551885, www.reparatur-initiativen.de/ausbesserungswert-lev

Repaircafé Ingelheim
Andreas Möritz, repaircafe-ingelheim@web.de, T: 0152/29563319, www.reparatur-initiativen.de/repaircafe-mgh-ingelheim

Repair Café Nackenheim
Henning Borchers, henning@repaircafe-nackenheim.de, T: 06135/951181, T: 0175/9538577, www.repaircafe-nackenheim.de

 

 

PLZ 6

Repair-Café Neu-Anspach
Claudia Bröse, T: 01578/8190980, info@freiwilligen-agentur.net, Website

RepairCafé im Gallus, Frankfurt am Main
Daniela Scholl, T: 01522/5849666, repaircafe_frankfurt@web.de, www.repaircafefrankfurt.de

 

 

PLZ 7

Reparatur-Café Esslingen
Martin Petzold, info@reparaturcafe-esslingen.de, Website

Repaircafé Böblingen-Sindelfingen
Rainer Scholz, T: 07031/229126, repaircafe@posteo.de, Website

Reparatur-Café Rottweil
Raymund Holzer, T: 0741/40901, T: 0175/5225225, raymund.holzer@t-online.de, Website

 

 

PLZ 8

Werkstatt-Café Pfaffenhofen
Manfred Spachinger, T: 08441/5514, manfred.spachinger@googlemail.com, www.werkstattcafe.bn-paf.de
Infomappe des Werkstatt-Cafés Pfaffenhofen, Info "Über uns" des Werkstatt-Cafés

Repair Café Gröbenzell
Ariane Zuber, T: 08142/53576, zuber@abiszreisen.de, www.reparatur-initiativen.de/repair-cafe-groebenzell

Repair Cafés München Süd
Maz Grimm, T: 089/86487097, repaircafe@ok.de, www.repaircafe-org.jimdo.com

 

 

PLZ 9

Repair Café Fürth
Klaus Hetzer & Nicolas Eichholz, T: 0911/929717-16, repaircafe-fuerth@iska-nuernberg.de, www.iska-nuernberg.de/repaircafe-fuerth/